Blickpunkte

Blickpunkte am Wegesrand

Die Seilscheibe als Industriedenkmal



Um die Verbundenheit der ehemaligen Stadt Homberg (Niederrhein) mit dem Bergbau zu symbolisieren, hatte es sich der Freundeskreis Historisches Homberg e.V. zur Aufgabe gemacht, eine Seilscheibe als Industrie-Denkmal aufzustellen.
Dank der Bereitschaft der damaligen Ruhrkohle Niederrhein AG (heute DSK) konnte dieses Vorhaben realisiert werden. Die Einweihung fand am 31. August 1991 statt. In Höhe des Kreuzungsbereiches Moerser Straße und B 60 in Homberg, an dem Ende der 60er Jahre Siedlungshäuser der Werkskolonie Rheinpreussen dem Bagger zum Opfer fielen und durch Hochhäuser ersetzt wurden, hängt nun auf einer Grünfläche diese mächtige Seilscheibe in einem Stahlgerüst. Davor stehen zwei Grubenwagen, gefüllt mit jenem Stoff, der Ende des 19. Jahrhunderts das Aufblühen Hombergs bedingte: Kohle.
Die von der Schachtanlage Osterfeld II stammende Seilscheibe aus dem jahre 1943 mit einem Durchmesser von 7,80 m und einem Gewicht von 8,5 t soll den Betrachter nicht nur an die blühende Bergbauzeit Hombergs erinnern, sondern auch den aktiven und leistungsfähigen Bergbau in der heutigen Zeit würdigen.



copyright: Franz Gerd Gehnen † | Freundeskreis Historisches Homberg e.V.